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Wachen oder träumen - für Ulrich Kneise ist der
Fotoapparat stets eines vor allem: ein Instrument, um sich auch über die
eigene Lebenslage Vergewisserung zu verschaffen. Stets sucht der Fotograf
sein Auge für kritische Perspektiven zu schärfen um sich damit gegen
Abstumpfung und Routine zu wappnen. Als genauer Beobachter fühlt er sich
verpflichtet, den gravierenden Veränderungen und Umdeutungen auf der Spur zu
bleiben, die unser Leben augenblicklich bestimmen, im Äußeren wie im
Inneren. Dabei zieht er sich immer wieder auf ihm vertraute Positionen
zurück, auch um sich von allem Modischen abzugrenzen.
Ulrich Kneise ist von der Kraft des Einfachen überzeugt, gerade heute, wo das Erfinden von Bildinhalten und Formen die Fotografie an den Rand der Beliebigkeit geführt hat. In seiner Ausstellung "Schwarz auf Weiß" führt er Bilder zusammen, die dieser Haltung Ausdruck verleihen. Diese Exposition ist zugleich Auftakt einer Ausstellungsreihe der Fotogalerie von Ulrich Kneise zu ihrem 20. Gründungsjubiläum im Jahr 2010 und spiegelt das Credo, mit dem der Autor bislang mehr als 125 Ausstellungen im Haus Bohl kuratiert hat. Das Jahr 2009 wird seiner fotografischen Arbeit vorbehalten sein. |
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