Fotoausstellung in der Fotogalerie in der Wartburgstadt Eisenach

LEBEN IM AUGENBLICK

Fotoausstellung von Wolfgang Korall

 

Galerie im Hause Bohl

Eisenach vom 05. April – 04. Juni 2008

Vernissage am 05. April 2008

 

Fotografie: Wolfgang Korall, Stunt

     

Wolfgang Korall studierte in Jena Physik und arbeitete als Diplom-Physiker bei Carl Zeiss Jena. Nach einem Fotografiestudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ist er seit 1981 als freiberuflicher Diplom-Fotograf tätig. Wolfgang Korall ist Mitglied der Fotografenagentur VISUM in Hamburg und lebt seit 1996 in Berlin.

Mit der Fotoausstellung in der Eisenacher Galerie im Hause Bohl kehrt Wolfgang Korall mit seinen Fotos in seine Thüringer Heimat zurück. Neben frühen Arbeiten, die wie der Zyklus Swanetien – Abschied von der Zeit  Bestand haben, werden neue Arbeiten bis zum Jahr 2007 gezeigt. Seine Swanetienfotos wurden im Georgischen Kulturministerium in Tiflis ausgestellt und erschienen 1991 als Bildband und 1993 als Reportage im ZEIT Magazin. Daraufhin wurde das Land Swanetien von „Terra X“ als Dokumentarfilmthema entdeckt.

Besonderen Wert legt Wolfgang Korall auf das Einzelfoto, den eingefangenen poetischen Moment in minimalistischer, oft überraschender Bildkomposition. Die Bildkomposition soll den Inhalt, die erzählte Geschichte tragen, und kein Selbstzweck sein: „ Kriterium für meine besten Fotos ist, dass ich sie niemals wiederholen kann.“ Immer haben die Fotos von Wolfgang Korall mit Augenblicken seines eigenen Lebens zu tun, wie die berührenden Bilder Marion – Leben mit dem Tod (1998) über eine an Krebs erkrankte Freundin, die Fotografien der magersüchtigen Sassi, die Operation an Aderhautmelanomen des Auges in der Charité Berlin (2007), und immer sind diese Fotos trotz der anspruchsvollen Thematik auch von Würde, Humor und ästhetischer Leichtigkeit erfüllt. Interessant ist bei einer Rückschau die Entwicklung der Bildsprache anhand solcher Fotos, die Wolfgang Korall erkennbar machen.

Zitate:

„Korall hat einen Blick für den richtigen Moment, für den optischen Zufall, für das Gleichnishafte einer Situation. Korall weiß, dass das einmalige Zusammentreffen mehrerer voneinander unabhängiger Ereignisse zu einer außergewöhnlichen Bildsituation nur in einer Sternstunde passiert, doch er hat ein Gespür für solche Umstände und sieht das interessante Bild voraus. Auf diese Weise entstehen manche scheinbar leisen Bildern, die aber beim genaueren Hinsehen eine sensible Härte offenbaren.“ (Prof. Dr. Edwin Kratschmer)

„Meine Fotografien entstehen in flüchtigen Situationen visuell-sinnlicher Resonanz zwischen Fotograf und Umwelt. Sie sind der Wirklichkeit entnommene Bildausschnitte, im Ablauf der Zeit festgehaltene Augenblicke, durch ordnendes Sehen in die Zweidimensionalität des Bildes projizierte Vierdimensionalität von Ereignissen in Zeiten und Räumen und Fantasien. Man kann die Bilder nicht erklären, man kann sie nur nachempfinden.“  (Wolfgang Korall)

© Wolfgang Korall  Februar 2008   - Die Webseite des Fotografen Wolfgang Korall

 

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